Mittwoch, 23. November 2011

Schenken Sie Ihren Kindern Spielzeugpistolen

Warum? Weil sie es brauchen. Die Tante spricht aus Erfahrung - sie hat selbst immer mit Pistolen gespielt und im Herbst aus Kastanien keine Männchen gebastelt ("laaaangweilig!"), sondern die als Panzer und Haubitzen (die Esskastanien, mit der Spitze vorne) zu Schlachten aufgefahren. Wir hatten auch eine Märklin-Eisenbahn, die wir hauptsächlich dazu nutzten, Plastikspielzeugsoldaten auflaufen zu lassen. Und trotzdem haben alle, mit denen ich so was gespielt habe, selbstverständlich Zivildienst gemacht (oder mussten erst gar nicht). Es ging nämlich überhaupt nie darum, dass man damit anderen weh tun konnte. Das war ein hingenommener, unangenehmer Nebeneffekt.

Spielzeugwaffen sind nicht faszinierend, weil man damit anderen weh tun kann. Man kann damit seine eigene Schwäche kompensieren. Man muss nur ein bisschen den Finger krümmen, und schon passiert 30 m weiter etwas.


Jungs machen, wenn sie mit Waffen spielen, darum nichts anderes, als Mädchen, die Prinzessin spielen: Sie verarbeiten, dass sie schwach und verletzlich sind und nichts zu sagen haben, und stellen sich eine Welt vor, in der sie etwas bewirken können.

Nur ist für Prinzessinnen die Welt schon auf (Achtung: Wortspiel) märchenhafte (gut, gell?) Weise so eingerichtet, dass sie sowieso die Chefinnen sind. Jungs reicht das anscheinend nicht. Darum: Schenken Sie Ihren Kindern zu Weihnachten Spielzeugwaffen. Sie brauchen das.


(Die Töchter übrigens auch, damit die sich wehren können.)

Donnerstag, 17. November 2011

Deutschland stuft Rating für Moody's herab

Berlin (pda) Nach der gestrigen Herabstufung von zehn deutschen Landesbanken reagierte die Berliner Politik umgehend. "Wir müssen jetzt endlich etwas tun, um die Macht der Ratingagenturen zu brechen", so CSU-Chef Horst Seehofer. "Ab heute wird zurückgeratet". In einem ersten Schritt hat die Bundesregierung angekündigt, die New Yorker Agentur Moody's um eine Stufe herabzusetzen.

Probleme gibt es allerdings noch bei der Umsetzung. "Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind noch nicht festgezurrt", so Wirtschaftsminister Philip Rösler (FDP). Im Moment herrscht in der Koalition noch Uneinigkeit darüber, was so ein Rating überhaupt ist. Sicher ist nur, dass die Durchführung auf jeden Fall die Zustimmung des Bundestages brauche. "So etwas darf nicht einfach so am Kabinettstisch durchgewunken werden", so ein Abgeordneter der CDU. "Wofür wären wir denn sonst noch da?"

Unklar scheint auch, welche Note Moody's in Deutschland aktuell hat. Die Parteichefin der Grünen, Claudia Roth, ist schon jetzt empört. "Seit Jahren redet die Regierung davon, die Macht der Ratingagenturen zu brechen. Jetzt endlich wollen sie das umsetzen, was wir schon seit langem fordern. Und dann wissen sie nicht, wie es gehen soll. Das ist ein Armutszeugnis für diese Regierung."

Auch Frank-Walter Steinmeier (Fraktionsvorsitzender der SPD) kritisierte die Untätigkeit der Regierung und betonte von neuem seine Bereitschaft, den "ganzen Laden zu übernehmen". Auf Spekulationen, wo Deutschland seine Ratings aufbewahrt, wollte er sich nicht einlassen. Wie viele andere Politiker und Fachleute forderte aber auch er "die längst überfällige Zusammenfassung aller deutschen Ratings in einer zentralen Datei."

Freitag, 11. November 2011

keine Musik am Freitag

Na super, da sitzt man am Klavier, und das Aufnehmen klappt ohne allzu schlimmes Verspielen, auch das Übertragen auf den Rechner klappt, aber wer streikt? myspace. Interessant auch, dass man bei Blogger zwar ohne weiteres Videos hochladen kann, Musik aber nüscht.

Und jetzt hab ich keine Zeit mehr, ich muss nämlich schnell noch das neue ZEIT Sonderheft kaufen, bevor es vergriffen ist: Helmut Schmidt - meine 100 besten Pastarezepte für den Winter.

Freitag, 4. November 2011

Musik am Freitag

Leider ist die Tante gerade verhindert, weil sie beschäftigt ist, ihre finanziellen Verhältnisse zu klären. Das gestaltet sich schwieriger, als gedacht, denn zwar sind die nötigen Sachen schon zurecht gelegt ... nur leider weiß niemand mehr, wohin die Sachen zurecht gelegt wurden. Darum außer der Reihe ganz unoriginell der Ohrwurm, der sie gerade beglückt:
Wäre die Tante jetzt bei der ZEIT angestellt, könnte sie Helmut Schmidt befragen, wie das denn damals war mit diesem Konzert und was wir von trommelnden Sängerinnen zu halten haben. So müssen wir uns alleine eine Meinung bilden und sie gut finden. Ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 3. November 2011

Das Tier des Monats November:
Der Bochse

Der Bochse ist ein unheimlich großes Tier. Leider ist er schon ausgestorben. Er was so groß wie ein Diplodocus, also noch größer als der Onkel Markus.
Bochsen waren ungefähr so Ochsen, nur hatten sie so ganz lange Hörner, mit denen sie so boxen konnten. Darum hießen sie auch Bochsen.

Bochsen konnten auch Kaffernbüffels jagen. Aber die Bochsen waren ganz langsam. Dann sind die auf einen großen Laster gesprungen und damit den Kaffernbüffels hinterhergefahren. Und dann sind sie auf die Kaffernbüffels draufgesprungen und haben sie einfach kaputtgefressen.

Die Bochsen haben noch vor den Dinosauriern gelebt. Sie sind leider ausgestorben. Sie wurden alle totgeschossen, weil die Menschen Angst vor ihnen hatten.