Auf einer Pressekonferenz hat Bundesverteidigungsminister de Maizière heute Morgen erste Sparmaßnahmen erläutert, mit denen die Sparvorgaben des Finanzministeriums erfüllt werden sollen. Bis 2014 soll der Etat des Bundesverteidigungsministeriums demzufolge um 8,3 Milliarden € schrumpfen.
Als erste Maßnahme nun beschlossen, die
Bundeswehr zum nächsten Jahr offiziell in
Bundeswer umzubenennen. "Durch die Streichung des für die Aussprache unbedeutenden Dehnungs-Hs wollen wir zeigen, dass wir unnötigen Ballast abwerfen und uns als moderne Armee modernen Aufgaben anpassen", so de Maizière.
"Damit demonstrieren wir Weltoffenheit und Effizienz: der Name wird für die Menschen, zu denen wir auf unseren Auslandseinsätzen kommen, einfacher auszusprechen und zu schreiben sein, und er ist auch um volle 10% schneller geschrieben. Zusätzlich sinken dadurch die Kosten für Druck und Transport von Schriftstücken, denn es wird weniger Tinte verbraucht und die Briefe werden leichter. Das ist nicht zuletzt ein Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt, dem sich diese Bundesregierung nachhaltig verpflichtet sieht. Wir können dadurch noch in diesem Jahrhundert bis zu 19 Kilogramm CO
2 einsparen."
Berechnungen zufolge belaufen sich die Einsparungen auf bis zu 162 € in den kommenden vier Jahren. "Damit ist die gesamte Sparsumme von über 8.300.000.000 € noch nicht erreicht, aber ein wichtiger Anfang ist gemacht", so de Maizière weiter.
Als weiterer Schritt ist geplant, in der Pförtnerloge des Ministerium nicht wie bisher Jacob's Krönung, sondern nur noch ein Produkt eines Billiganbieters zu verwenden. "Das sollte auch noch einmal 20 € pro Jahr bringen. Diese Maßnahme wird so rasch wie möglich eingesetzt, damit der Spareffekt möglichst früh eintritt. Wir werden bereits diesen Freitag einkaufen gehen und die ersten Anbieter testen."
Politiker der Oppositionsparteien zeigten sich zufrieden mit den Vorschlägen. "Endlich ein Verteidigungsminister, der die Dinge anpackt", so Gregor Gysi von der Linkspartei. Auch der SPD-Vorsitzende Gunter Gabriel drückte Wohlwollen aus. "Der neue Name hat den Vorteil, dass er die Kernthemen der deutschen Streitkräfte in diesem Jahrzehnt zum Ausdruck bringt: Sie sind zum ersten viel zu schlecht ausgerüstet, um Deutschland gegen irgendwas zu
wehren. Und zum zweiten haben wir alle keine Ahnung,
wer den ganzen Scheiß eigentlich machen soll."
Als nächster Schritt zur Sanierung des Verteidigungshaushalt ist de Maizière zufolge geplant, überschüssige Lagerbestände zu verkaufen. "Wir haben momentan noch 350 Kilogramm Haargel vorrätig, die sich im letzten Jahr angehäuft haben. Die wollen wir zügig loswerden."