Dienstag, 31. Mai 2011

Donnerstag, 26. Mai 2011

Im Radio

Wer noch nie fürs Radio interviewt wurde, will sicher wissen, wie das ist. Folgende Bemerkungen kann ich als alte Häsin nun machen:
  • Radioreporterin eignet sich als Beruf wunderbar für Menschen, die Reporterin sein möchten, und aber auch viele Tätowierungen und Piercings gut finden. Die sieht man dann im Radio nicht. (Würde wahrscheinlich in der Zeitung auch gehen, obwohl, da gibt es ja auch Fotos. Da kriegt man aber viel weniger Geld).
  • Die Ausrüstung ist erstaunlich klein, ungefähr wie eine Fernbedienung. Es gibt aber keine Halterungen für Fahrräder.
  • Die Interviewten kriegen das Gerät an den unpassendsten Stellen unter die Nase gehalten, weil das authentisch klingt. Das führt bisweilen dazu, dass die Tante eher verwundert ist, dass sie nicht nur einen 40-kg-Sack in das Auto wuchten soll, sondern auch noch darüber reden. In anderen Momenten hätte sie eher was Schlaueres gesagt.
  • Wenn man sehr nett ist, schleppt die Radioreporterin auch noch die Blumenerde mit ins Haus. Aber auch nur, wenn sie auch sehr nett ist.

Freitag, 20. Mai 2011

Musik am Freitag

Hat eigentlich jemand gesagt, dass es immer Pop sein müsse? Nein. Also hier, Beethoven, 7. Symphonie, 2. Satz, dirigiert/getanzt vom großen Carlos Kleiber.



Ansonsten ist ja demnächst ARD-Themenwoche "Der mobile Mensch", und weil sie niemand anderen gefunden haben, wurden wir interviewt und kommen jeden Tag auf SR1, insgesamt 8'45" Minuten! Wir schlafen nämlich nicht nur getrennt und haben Kinder aber keine Ziehharmonika, nein wir haben auch kein Auto! Das ist im Saarland schon eine Sensation und so kriegen wir eine eigene Sendereihe.

Und was darf man jetzt? Man darf gespannt sein.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Bundesverteidigungsminister de Maizière gibt erste Sparvorschläge bekannt

Auf einer Presse­konferenz hat Bundes­verteidig­ungs­minister de Maizière heute Morgen erste Spar­maß­nahmen erläutert, mit denen die Spar­vor­gaben des Finanz­minis­ter­iums erfüllt werden sollen. Bis 2014 soll der Etat des Bundes­vertei­digungs­ministeriums demzufolge um 8,3 Milli­arden € schrumpfen.

Als erste Maß­nahme nun beschlossen, die Bundeswehr zum nächsten Jahr offiziell in Bundeswer umzubenennen. "Durch die Streich­ung des für die Aussprache unbedeutenden Dehnungs-Hs wollen wir zeigen, dass wir unnötigen Ballast abwerfen und uns als moderne Armee modernen Aufgaben anpassen", so de Maizière.

"Damit demonstrieren wir Weltoffenheit und Effizienz: der Name wird für die Menschen, zu denen wir auf unseren Auslandseinsätzen kommen, einfacher auszusprechen und zu schreiben sein, und er ist auch um volle 10% schneller geschrieben. Zusätzlich sinken dadurch die Kosten für Druck und Transport von Schriftstücken, denn es wird weniger Tinte verbraucht und die Briefe werden leichter. Das ist nicht zuletzt ein Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt, dem sich diese Bundesregierung nachhaltig verpflichtet sieht. Wir können dadurch noch in diesem Jahrhundert bis zu 19 Kilogramm CO2 einsparen."

Berechnungen zufolge belaufen sich die Einsparungen auf bis zu 162 € in den kommenden vier Jahren. "Damit ist die gesamte Sparsumme von über 8.300.000.000 € noch nicht erreicht, aber ein wichtiger Anfang ist gemacht", so de Maizière weiter.

Als weiterer Schritt ist geplant, in der Pförtnerloge des Ministerium nicht wie bisher Jacob's Krönung, sondern nur noch ein Produkt eines Billiganbieters zu verwenden. "Das sollte auch noch einmal 20 € pro Jahr bringen. Diese Maßnahme wird so rasch wie möglich eingesetzt, damit der Spareffekt möglichst früh eintritt. Wir werden bereits diesen Freitag einkaufen gehen und die ersten Anbieter testen."

Politiker der Oppositionsparteien zeigten sich zufrieden mit den Vorschlägen. "Endlich ein Verteidigungsminister, der die Dinge anpackt", so Gregor Gysi von der Linkspartei. Auch der SPD-Vorsitzende Gunter Gabriel drückte Wohlwollen aus. "Der neue Name hat den Vorteil, dass er die Kernthemen der deutschen Streitkräfte in diesem Jahrzehnt zum Ausdruck bringt: Sie sind zum ersten viel zu schlecht ausgerüstet, um Deutschland gegen irgendwas zu wehren. Und zum zweiten haben wir alle keine Ahnung, wer den ganzen Scheiß eigentlich machen soll."

Als nächster Schritt zur Sanierung des Verteidigungshaushalt ist de Maizière zufolge geplant, überschüssige Lagerbestände zu verkaufen. "Wir haben momentan noch 350 Kilogramm Haargel vorrätig, die sich im letzten Jahr angehäuft haben. Die wollen wir zügig loswerden."

Mittwoch, 18. Mai 2011

Kaputt war das hier

Und dann die Tante auch. Dabei war sie endlich mal vorbereitet. Und dazwischen ist sie nicht zum Bloggen gekommen aus Gründen, die Euch nichts angehen.



Jetzt werdet Ihr wieder fragen: "Julio Iglesias? Was soll der denn hier?" Wobei allerdings Ihr genau das noch nie gefragt habt, insofern bin ich ja wieder fein raus. Gleichwohl hat dieses Video seine Berechtigung, und zwar aus mehreren Gründen.
  1. nämlich hat der Julio auch mal beim Grand Prix mitgemacht, als der noch so hieß und man sich über die komischen Ausländer kaputtlachen konnte. Allerdings nicht mit diesem Liedl und hat auch nicht gewonnen. Schönerweise hat aber 
  2. 8 Jahre später mit genau diesem Lied den Grand Prix gewonnen, naja, nicht mit genau diesem Lied, nur dem Mittelteil (ab 2.59 min), der dann als Refrain weiterverwendet wurde.
  3. ist aber auch dieses Lied sehr interessant, wo wir schon bei den Ausländern, die noch richtige Ausländer waren, sind. Kein deutscher Interpret nämlich hätte diesen Text singen können, richtig ausgesprochen reimt sich Erde nicht auf werden. Aber - in den Worten einer spanischen Austauschstudentin, deren Namen ich leider vergessen habe, die aber Maria hieß - in "Eßpanien die Eßprachkurse sind Eßeiße" und darum darf der Julio das.Außerdem hat er doch so schöne Zähne.

Keinen Ausländerbonus hingegen bekam dieses Jahr Name-vergessen-endete-auf-ia für ihr Lied I Love Belarus:

I love Belarus, got it deep inside
I love Belarus, feel it in my mind
And I wanna see the sun shining from above
And I'm gonna every day give you all my love.

Das hat leider mit korrekter Satzstellung nichts zu tun. Zwischen gonna und dem Vollverb darf nichts stehen. Noch nicht mal - auch wenn's schwer fällt - Alexander Lukaschenko.
(Den ganzen Text in all seiner Gruseligkeit gibt's bei diggiloo.net. Feel it in my mind? Hat da jemand auch nur für 5 Sekunden nachgedacht? Ich kenne einige Bewusstseinsphilosophen, die bei solchen Konstrukten aber seeehr böse werden. Wenn auch nicht so böse wie, nur mal so als Beispiel, Alexander Lukaschenko.)

Ansonsten fand ich dieses Jahr Moldawien gut, und Ungarn auch. Und es ist schade, dass Jedward beim Verkauf ausgedienter Bühnenkostüme von Starlight Express nicht auch noch zwei Paar Rollschuhe gefunden haben. Dann hätten sie nicht so hektisch rumrennen müssen.

Dienstag, 17. Mai 2011

Werbung bizarr

Heute auf dem Bus gesehen:

Es lebe der Friedhof!

[Als altmodische Tante hab ich ja kein Fotohandy....]

Freitag, 6. Mai 2011

Musik am Freitag



Weddings Parties Anything waren eine australische Band, die dem Vernehmen nach die Lieblingsband von Bono waren. Wahrscheinlich haben sie sich deswegen getrennt. Sie haben auch noch nie beim Grand Prix mitgemacht, was wohl ein gutes Zeichen ist. In diesem Lied von der Scheibe Difficult Loves geht es um für das Eheleben ungünstige Arbeitszeiten. Irgendjemand muss auch über sowas singen. Father's Day von der selben Platte handelt von Besuchsrechten getrennt lebender Väter.