Posts mit dem Label die wahren Hintergründe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label die wahren Hintergründe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 13. September 2018

Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch

Weil ein Freund von mir in einem Bistum arbeitet, bin ich dazu in der Lage zu erklären, warum die katholische Kirche sich so wenig um Missbrauchsopfer kümmert.
Na gut, die offensichtlichen Gründe gelten natürlich weiterhin:
  • Scheinheiligkeit
  • alte, verknöcherte Institution, die nur an Machterhalt interessiert ist
Aber es gibt noch einen dritten Grund:  
  • Seelsorge.
Allerdings verstehen wirklich Gläubige unter Seelsorge etwas anderes als normale Menschen: es geht eben nicht um geistige / seelische Gesundheit und darum, Traumata zu heilen. Es geht darum, dass die Seele des/r Sünders/in möglichst wenig Zeit im Fegefeuer verbringen muss.

Denn: die glauben den ganzen Quatsch wirklich!

Und wenn man das tut, sind die Opfer ja schon längst fein raus: sie haben ja keine Schuld, bei ihnen ist alles gut. Aber die Täter haben ein Riesenproblem, denen muss man helfen, weil sie sonst in die Hölle kommen.

Dienstag, 15. November 2016

Was haben die Leute eigentlich dagegen, dass andere sich sexuell nicht so verhalten, wie sie (die ersten) es gewohnt sind?

Vor Jahren hab ich mal einen Artikel zum Thema Angst vor Homosexuellen geschrieben, und das meiste sehe ich eigentlich immer noch so. Bis auf die Tippfehler eben, aber ich werde hier nicht fürs Korrekturlesen bezahlt.

(Genauer werde ich überhaupt nicht bezahlt, also müsst Ihr das machen. Und ich muss sagen: Ihr macht das super, weiter so! Danke, ich zähl auf Euch!)

Ich komme nochmal darauf zurück, weil mir noch ein weiterer Punkt eingefallen ist:

Kognitive Dissonanz

Wir schleppen alle ein Weltbild mit uns rum, dass so ziemlich alles super toll erklärt und uns spitzen toll hilft, uns zurecht zu finden. Die Welt ist so, wie wir sie sehen, anders könnte das gar nicht sein.

Wenn nun allerdings etwas beobachten, dass unserem wohlgeformten und vernünftigen Weltbild widerspricht, haben wir nur zwei Möglichkeiten:
  1. Wir ändern unser Weltbild. (Doof!)
  2. Wir verneinen die Beobachtung. (Alles wie gehabt, weiter so!)
Normalerweise bleiben wir also bei (2), weil es viel bequemer und einfacher ist.

Das geht aber nicht lange gut. Wiederholt sich die Beobachtung häufig, rebelliert unser Gehirn gegen diese kognitive Dissonanz: Beim ersten Mal haben wir vielleicht noch gelacht, um unsere Unsicherheit abzuschütteln. Später werden wir aber macht uns der Graben zwischen unserer Wahrnehmung und unserer Überzeugung einfach immer nur wütend. Wir können nicht mehr bei (2) bleiben. Und diese Wut übertragen wir auf die Menschen, die uns diese Beobachtung liefern.

Das kann nun alles sein, wie z. b.:
  • Die Erde dreht sich um die Sonne.
  • Es gibt keinen Gott.
  • Frauen können Auto fahren.
  • Ein Kind kann ein erfülltes Leben führen, wenn es ohne Mutter aufwächst.
  • Frauen können Frauen küssen.
Alles Beobachtungen, die nicht in die Weltbilder mancher Menschen pass(t)en. Da die Menschen aber glauben, ihre Weltbilder seien richtig, müssen die beobachteten Menschen falsch sein. Deswegen müssen diese Menschen weg.

In Wirklichkeit sind aber die Weltbilder falsch. Und damit meine ich: Alle Weltbilder sind immer falsch.

Meins auch. Es stimmt vielleicht in einigen Punkten besser mit der Wirklichkeit überein als andere. Aber es wird immer nur eine Annäherung sein.


Freitag, 11. November 2016

Bitte, was ist Trump?

Die Tante hat die letzten Tage wie alle über Donald Trump nachgedacht (der ja doch gewonnen hat, wie ich nicht voraussah), und zur Aufklärung den Blog vom Dilbert-Zeichner gelesen, was gleichzeitig ziemlich erhellend und verstörend war (was, wie er meinen würde, eine gute Sache ist).

Der meint unter anderem, dass Trump vor allem ein exzellenter Überzeuger sei, und deswegen gewonnen habe. Und Trump nutze oft die Technik, erst die Menschen von sich zu überzeugen, in dem er ein übertriebene Version ihrer Meinung vertritt – und anschließend, wenn sie ihm folgen, kann er problemlos was anderes machen.

In den USA sagt man dann immer Nixon musste noch China gehen, will sagen, nur ein anerkannter Rechter kann linke Positionen durchkriegen. Wie bei uns Merkel den Atomausstieg oder umgekehrt Schröder die Agenda 2010.

Bevor ich dann Trump fast mochte, ist mir wieder John Oliver eingefallen, der – wie so viele – eine andere Meinung zu Trump hat. Und wenn John Oliver eins klar machte, dann:
Trumps Produkte sind eher schlecht. Er macht große Versprechen, die er nicht hält.
Das ist im allgemeinen schlecht. Aber wenn seine Versprechen zu Fürchten sind, dann ist es doch beruhigend zu wissen, dass er sie ohnehin nicht einhält.


Donnerstag, 24. März 2016

Politisch unkorrekter Gedanke zum Flugzeugabsturz

Das Unglück der Germanwings wäre auch nicht passiert, wenn es einfacher wäre Selbstmord zu begehen. Warum fordert das eigentlich niemand?

Mittwoch, 9. September 2015

Warum darf man nicht mehr »Neger« sagen?

Darf man doch! Die Frage ist also schon mal falsch gestellt.
(Obwohl, das sei zugestanden, manche Menschen behaupten, man dürfe es nicht mehr.)

Man sollte es nur nicht mehr.

Und zwar nicht, weil man automatisch ein Rassist und/oder Nazi ist, wenn man Neger sagt.

Sondern einfach nur, weil viele Neger (ha, da hab ich mich jetzt aber mal getraut) es nicht mehr hören können, dieses Wort. Und da vielen Negern übel mitgespielt wurde und wird, ist es doch zur Abwechslung mal nett, wenn man ihnen den Gefallen tut und sie nicht mit dem Wort bezeichnet, mit dem sie auch von Rassisten bezeichnet werden.
 Sondern mit einem anderen, mit dem die Rassisten sie nicht bezeichnen. (Auch wenn es eine Schnittmenge gibt von Nichtrassisten, die Neger sagen.)

Wenn man Vegetarier zu Gast, bietet man denen doch auch keine Schweinshaxen an.

Dadurch kommt der Rassismus nicht aus der Welt. Aber die Welt wird angenehmer, wenn man nett zueinander ist.

Und soooo viel kann an dem Wort doch nicht hängen, oder?

Montag, 7. September 2015

Die wahren Abgründe

Das könne man niemandem zumuten, meinte der Keyboarder. Die müsse man verbergen.

Und seitdem weiß ich: Viele Menschen, die Socken in Sandalen tragen, tun dies aus ästhetischen Gründen – sie wollen ihre hässlichen Füße niemandem zumuten.

So weit, zur Nagelpilzbehandlung zu schreiten, waren sie wohl nicht.

Freitag, 9. Januar 2015

Je suis Charlie

Nein, natürlich nicht (bin ich Charlie). (Und ich erscheine auch nicht zweiwöchentlich.) Und es juckt natürlich in den Fingern, jetzt was Blasphemisches zu schreiben, um so richtig die selbstgerechte Moralsau rauszulassen.

Aber es geht ja gar nicht um Religion. Natürlich könnte man wieder auf die Idee kommen, von den Muslimen zu verlangen, dass sie verhindern sollen, dass überhaupt jemand von ihnen radikal wird.

Aber es ist kein Problem der Minderheit. Es ist ein Problem der Mehrheit.
Es geht nicht um Religion. Es geht um Wirtschaft.

Diese beiden Jungs hätten doch nie eine Waffe in die Hand genommen, wenn sie eine ökonomische Zukunft in ihrem Land gesehen hätten.

Die hatten sie aber definitiv nicht. Mit dem falschen Nachnamen und der falschen Postleitzahl geboren, hatten sie von Anfang an keine Chance in der Gesellschaft. Sie waren umgeben von Bildern von Luxusgütern, Möglichkeiten, Sexualpartnerinnen, zu denen sie nie einen Zugang haben würden.

Das glaubten sie an irgendwem auslassen müssen. In dem Fall an denen, die (ihrer Meinung nach) ihren letzten Grund für Stolz in den Dreck zogen. Es hätte aber auch irgendwer anders sein können.

Es wird immer Gewaltbereite geben – von 30 Jahren sind sie zur RAF gegangen, heute gehen sie zur IS. Das ist der einzige Unterschied.

Daraus folgt klar zweierlei:
  1. Wir müssen wieder allen jungen Leuten eine Zukunft geben!
  2. Wir müssen weiterhin alles und jeden gnadenlos in den Dreck ziehen!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Wer alles den Literaturnobelpreis nicht gewonnen hat

Aber jetzt mal ernsthaft:
  • A. A. Milne
  • Douglas Adams
  • J. R. R. Tolkien
  • Astrid Lindgren
Diese Menschen haben Bücher geschrieben, die Menschen auch bewegt haben.
Wer wirklich wichtige Bücher schreibt, die die Menschen auch lesen, braucht aber keinen Preis mehr. Ich kenne sogar Menschen, die was Modiano gelesen haben und das gut finden.

Dienstag, 23. September 2014

Was nützt eigentlich Beten?

Nichts. Aber erst einmal mal die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge:
  1. Am 26.5. lädt Papst Franziskus die Präsidenten Israels und Palästinas, Abbas und Peres, zu einem Friedensgebet in den Vatikan ein.
    Alle erwarten, dass das dem Friedensprozess im Nahen Osten den letzten Anstoß gibt, die letzte Kurve zu nehmen. Denn schließlich hat der Papst ja einen guten Draht zu Gott und im Vatikan ist bestimmt der beste Empfang.
  2. Am 9.6., 2 Wochen später also, sind die beiden dann in Rom und alle beten tatsächlich auch für Frieden, schließlich sind sie ja schon mal da.
    Kann nicht mehr dauern, bis Gott (welcher auch immer) die Gebete erhört und nun endlich für Frieden sorgt.
  3. Nur 3 Tage später, am 12.6., werden 3 israelische Jugendliche entführt und getötet. Später wird die Hamas die Verantwortung dafür bekennen.
  4. In der Folge bricht eine entsetzliche Welle von Gewalt mit Tausenden Toten los. Wichtige Palästinser werden verhaftet, zu Vergeltung schießen die, ach irgendwer, Raketen auf Israel ab.
    Am 8.7. starten die israelische Luftwaffe Angriffe auf den Gaza-Streifen. Die palästinensische Seite wartet nicht lange für die Vergeltungsangriffe für die Vergeltungsangriffe, die mit Vergeltungsangriffen vergolten werden.
Zusammengefasst:

3 Tage, nachdem der Papst mit den Präsidenten von Palästina und Israel im Vatikan für Frieden betet, bricht der Krieg aus.

Hat bestimmt nichts zu bedeuten.

Mittwoch, 27. August 2014

Warum es Beamen nie geben wird

So, die Ferien sind vorbei, da muss man auch mal wieder was schreiben. Das Thema sprang mir beim Brombeerenbrechen in die Augen: Das mit dem Beamen wird nie klappen. Und der Grund sind nicht die rein physikalischen Unmöglichkeiten, die kriegt man ja mit einem Heisenbergkompensator ganz gut kompensiert.
Japanischer Riesenknöterich
Der Grund ist biologischer Art: biologische Invasion

Das kann ganze Ökosysteme kaputtmachen, und sas will man als Planet einfach nicht an den Hacken haben. Darum wird Beamen verboten sein. Außerdem würde das gegen die oberste Direktive verstoßen (was ja allerdings noch nie einen Raumschiffkäpt'n daran gehindert hat irgendwohin zu beamen oder zu schießen).

Lustiges Detail ist übrigens, dass sich die australischen Ureinwohner dagegen wehren, dass die eingeschleppten Kaninchen, Wasserbüffel und Kamele ausgerottet werden. Schließlich sind die Jagdwild.


Dienstag, 8. Juli 2014

Nachrichten: Manuel Neuer verlängert Sponsorvertrag mit Stabilo Boss

Neuer im grünen Trikot, das er offensichtlich gut findet
Brasilien: Rechtzeitig zum Halbfinale gibt Nationaltorhüter bekannt, dass er den Sponsorvertrag mit Stabilo Boss um weitere 4 Jahre verlängert. Der Produzent von Textmarkern hat praktisch alle führenden Torwarte der Welt als sogenannte »Testimonials« unter Vertrag.

Dieses Trikot hat Neuer mit einem einzigen
blauen Textmarker angemalt. Beeindruckend!

Montag, 28. April 2014

Kopftücher reloaded

Audrey Hepburn als Sabrina mit Kopftuch. Flirtend!




Hinterher fällt einem immer noch was ein. Nämlich:

Warum Frauen Kopftücher tragen und sauer auf Frauen sind, die das nicht tun.

Warum trägt man Kopftücher?
Damit die langen Haare nicht bei der Hausarbeit im Wege sind. Lange Haare hängen ins Putzwasser, in den Plätzchenteig, ins Gemüse. Also bindet man sich die nach hinten.

Wer also die Haare offen trägt, hilft also nicht genug mit, lässt die anderen in der Küche die Arbeit tun, während man selbst mit den Jungs flirtet.

Vielleicht geht es also gar nicht um Religion. Sondern um was ganz anderes.

Freitag, 11. April 2014

Warum Frauen Kopftücher tragen

Jahrhundertelang grübelten die Menschen: Warum tragen eigentlich nur religiöse Frauen Kopftücher. Warum nicht auch die Männer?

Es sind ja nicht nur die vielen Muslima. Es sind auch orthodoxe Jüdinnen und orthodoxe Osteuropäerinnen, von denen ich mal annehme, dass sie irgendwelchen christlichen Freikirchen angehören.

Das Muster ist immer dasselbe: tief gläubig = Haare bedecken.

(Nebenbei bemerkt: Diese etwas alternative Studentin, die in der Nachbarschaft wohnt, macht das übrigens aus einem Grund, den ihr nie erraten würdet: sie lässt sich die Haare wachsen und überbrückt die Phase, in der es Scheiße ausieht.)

Aber warum nicht die Männer?

Tja. Unter Piraten ist es eher andersherum üblich.
Warum dürfen denn Männer die Wollust der Frauen mit ihren Frisuren anstacheln, und Frauen nicht? Warum tragen nur Frauen Kopftücher?

Weil man nur Frauen weismachen kann, dass schöne Haare irgendwen sexuell erregen!

Ehrlich mal, wir kennen das doch alle: Wenn man bei der Friseurin war, traut man sich als Frau doch erst mal drei Tage nicht auf die Straße, weil alle Bauarbeiter grölen: »Hey Baby! Hast du 'ne neue Frisur? Sieht gut aus!«

Wohgemerkt: Das soll nicht heißen, dass religiöse Frauen das irgendwie besonders falsch sehen. Nur: In Anatolien verkündet den Quatsch, dass Haare sexuell stimulierend wirken, der Imam. Hier verkündet das L'Oreal.

Falsch ist es immer noch.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Why we're all longing for Mr Darcy

In case you're so pitiful as not to know who on earth Mr. Darcy is, you can skip this article completely. Its object is to summarize the techniques employed by Jane Austen in her most acclaimed novel Pride and Prejudice in order to make us feel the longing of the heroine to come together with her romantic interest, Mr Darcy.

If that doesn't interest you, go read something else. (Or go back to work, for that matter.) Mr Darcy's christian name, by the way, is Fitzwilliam. Not, that that was of any importance. (Obviously not, since his name's not Earnest.) Custom of the time has it that this name is mentioned seldomly, only twice in the whole of the novel - both times as if by accident (but surely on full purpose just to let us know), and never by the heroine.

That Ms Austen succeeds in inciting the heroine's wish in us is widely documented, leaving no need for us to join in behindhand. Accordingly, I won't narrate any basic plot or character constellation. Go read the book and come back here. This is just for people who've read the thing too often and are wondering: why?

So. Well then. Let's start with the obvious. It turns out we're likely to like people that (a) do like us, (b) are like us, (c) are handsome. (Or pretty, but as handsome was in use for females then, we can skip the gender part.) Starting with:

(c) Of course he's good looking.

He is tall, has a fine figure (person in the language of the time) and all that. Not that that matters anyhow, insofar as it's a novel and we imagine any good looks we want to anyway. (Or, rather, none: I for my part don't see distinct faces before me while reading.) As Jane Austen puts it herself in 'Northanger Abbey' (ch. 31):
[Eleanor Tilney's] husband was [...] to a precision the most charming young man in the world. Any further definition of his merits must be unnecessary; the most charming young man in the world is instantly before the imagination of us all.

(b) He's like her.

And necessarily like us - of all characters in the book, the heroine is easily the nicest, funniest and wittiest. In real life, that's us. Aren't we all?
We are. (It's a dead on description of me, to be sure.)

Also, do note that she is pretty pretty, but not the prettiest. Nobody really nice and sympathetic thinks herself the prettiest. Mr Darcy may be not very funny, but he is one of the rare sane people in the book, and the most clever. His conversations with Lizzy, even while she still hates him, are the most interesting dialogues. They are deep, and thoughtful - and bore the hell out of Mr Bingley, by the way. So, Mr Bingley is nice, but Darcy is the better match for Eliza.

(a) He likes her.

He proposed, payed addresses, or what other courteous expression you prefer to "asked her to marry him." In spite of her having scorned and hated him. Regardless of her intolerable family. Even though she's poor (relatively: her dowry is 1/10 his yearly income; his sister's dowry is 30 times as high). Maugre all her incivilities to him (well, rather because of them). That's what I call love.

So, what else do we have?

We like her.

This is paramount. We're not longing so much for Mr Darcy - we're longing for the two of them to be together, for Eliza to be happy. She deserves it. (Remember: she's like us – funny, charming, and no one really understands her.)

It cannot be Mr Darcy alone. For the first half of the book, we're convinced he's the most disgusting man in the world – and we're still enjoying the read. How come?

Because of the heroine, Lizzy.

(Did you notice she's called by two nick names just to show how dear she is to everyone?)

But we're interested in him long before he gets to be the heroine's romantic interest.

One of Mr Wickham's various functions in the plot is to provide for a reason to make inquiries about Mr Darcy. Though still detested, Mr Darcy is an object of interest in the first half of the book. He's talked about, if only for the evil he supposedly did.

Until it turns out:

She has wronged him.

In most works of fiction, the bad guy (or woman) is the most interesting character. One rule of creative writing is that your book is only as good as your bad guy is. Think Voldemort, Darth Vader or Golum.

And then, all of a sudden, the bad guy turns out to be the good one. And as the stakes of the former good guy are sinking way down, those of his adverser are rising and rising. (Out of the lake with a wet shirt, if you get my drift.) So, to the interest he raised by being so utterly evil is added the mighty attraction of being the object of a great fault which the heroine committed.

How can she ever correct her fault and remove her guilt?

He's so far away from her.

She can't just call him up. Nor can she write a letter: that would be rather improper. And some things have to be said and can't be written.

(Great plot construction: the very moment they could talk face to face about her changed feelings, she breaks down just before he enters the room, because of Mary's elopement. She reveals the news to him, he hurries off immediately. She supposes, this is because he wants to avoid this now intolerable family. So the breech is complete.)

Well, maybe she could write a letter, although that would be unthinkably ungenteel. Anyway, there is a strong suspension created by this constellation. She has to wait for him to come to her. And then she has to wait for an occasion on which they happen to be alone. And all the while nobody's to get suspicious.

They're sharing a secret.

Several secrets, rather. There's firstly the secret, that only the two of them know about his attraction, his proposal and her refusal of it. Then, only the two of them know he's rather the good guy and the wicked Wickham is the evil one. She's the only one to understand him! Well, maybe not the only one in the world, but certainly in Hertfordshire.

He's rich.

Come on, let's admit it: It's not bad being well-to-do.

And Mr Darcy's not only well-to-do. The walk round his park is 10miles (16km) long, so the estate should be at least around 10 square miles (16 km²) large.

Add to that: The house in London. His uncle is a Lord. He has £10000 a year.

By the way: to have a rough idea as to what the financial sums mean, you can multiply them (roughly) with 65. (Here's a research paper relating the purchasing power of the British Pound through the centuries.) Given these figures, Elizabeth would have a dowry of about 65000 quid today. Sounds a lot, but it's not nearly enough to maintain her status for long. But £650000 spending money per year should do.

What's so great about all this is not (only) the splendour. For Lizzy, it means a liberation from her former restrictions. Her world is filled with endless rules: to whom to talk, what not to say, when to speak, where to go, not to go on foot, what the others might think. The connection (i.e., marriage) to Mr Darcy puts an end to all that. She is free.

He saves her.

He doesn't only save her, but her whole family from the utter shame of a daughter living together with a man without them being married. Without his interference it would have meant the social ruin of them all. As well as the financial ruin of the girls, since they had no hope of attracting men of any consequence (i.e., wealth) thereafter.

Instead of turning from her after the news are broken to him, he literally storms out of the building, eagerly searching for the next phone booth to get rid of that tuxedo he's wearing over his Mr Darcyman super hero suit.
(You know, the one with the wet shirt.)

He singles her out.

The visit to Pemberley is the turning point of our heroine's feelings, and it is beautifully done. By and by, during the long approach through the park and the long walk through the house and long recommendations of the housekeeper, she comes (and we come) to thinking that she might have thrown away something. When Mrs Reynolds says "I do not know who is good enough for him", we pride ourselves, thinking, "we do".

And just as this conclusion is reached, he turns around the corner and is exceptionally nice to her, strives to meet her, invites her uncle to fishing and herself to meet his sister for tea. He is the prince, and she is Cinderella. Well, she's not that poor. But she has bad connections, while he is often on horseback - what more is there to ask for?

Comparison.

Lizzy has two other admirers, and consequently, both are intolerable in their own way. Mr Collins is a flattering blockhead, and Mr Wickham is rather pleasing, but a general malefactor. (Again, Mr Wickham puts himself forward as an immensely useful character. We would recommend Mr Wickham to any serious author.)

Mr Darcy, contrasted against them, can only shine and excel all expectations. Even more so, as both cannot be said to be interested in her thoughts or feelings (having but few of each themselves).

There is, however, a third young single man, very agreeable and rich. Colonel Fitzwilliam is a compository necessity as he provides a different view on Mr Darcy, a little romantic tension, but mostly because he breaks the news of Mr Darcy having prevented Mr Dingley proposing to Janet. But he is quickly done away with, not being handsome and being much too rich (and much too titled) to be in her reach.

So, to conclude, Mr Darcy is not only the best match of all, he is moreover the best match for Lizzy, whom we all love so dearly.

And we can feel exactly what she is sad to feel. Of course, our social rules are quite different today. But we, too, experienced first love in a surrounding where almost everything is seen and heard by someone else, where it was very hard to get to talk to that special someone alone without causing any suspicion. It's called secondary school.

Montag, 2. Dezember 2013

Was kümmert es eigentlich manche Leute, mit wem andere Menschen ins Bett gehen, wenn sie selbst dabei überhaupt nicht beteiligt sind?

Nun, die meisten kümmert es erfreulicher Weise immer weniger.

Da die Kroaten sich aber gerade dagegen entschieden haben, insgesamt ein menschenfreundliches Volk zu sein, war es angebracht diesen Artikel noch mal zu bringen. Außerdem hab ich da noch mehr Witze eingebaut. Ehrlich gesagt hat dieser Artikel leider immer Konjunktur.

Was die Leute so furchtbar in Aufruhr bringt, kann ich kurz erläutern. Ich habe dazu (leider) keine von der EU geförderte Großstudie am Institute for Integrated Gender Studies in Fallingborstel unternommen, nur reichlich nachgedacht. Die Gründe sind, grob vereinfacht: Angst, Ekel, Angst, Neid, Angst.

Dass, was manche Heteros gegen Schwule und Lesben haben, liegt also an den Heteros. Es ruft ja niemand: "Die ganzen Schwulen nehmen uns alle Arbeitsplätze weg!"

(Obwohl, in der Modebranche stimmt das vielleicht sogar)

1. Nämlich zunächst mal Angst vor dem Fegefeuer

Es gibt tatsächlich Menschen, die der festen Überzeugung sind, dass Gott Homosexuelle für ihre Homosexualität bestrafen wird und die Homosexuelle vor dieser Strafe bewahren wollen. Mit dem Argument, dass sich in grauer Vorzeit Menschen die göttliche Bestrafung nur ausgedacht haben, um ihre ohnehin schon vorhandenen Abneigung zu untermauern, kann man wahrhaft Gläubige nicht beruhigen. Die glauben das wirklich.

Da die Vorstellung, dass Menschen ewig und den Jüngsten Tag im Höllenfeuer schmoren müssen, wenig erquicklich ist, ist die Sorge der Gläubigen um das Seelenheil der Homosexuellen vollkommen echt.

Allerdings leider nur wenig hilfreich.

2. Jeglicher Geschlechtsverkehr ist ekelerregend

Es ist schleimig, glitschig und schmeckt nicht gut. Es ist widerlich, und es stinkt. Dass die meisten von uns es trotzdem tun liegt nur daran, dass unsere Begierden uns helfen, darüber hinweg zu sehen. Aber versuchen Sie einmal, an das Geschlechtsorgan eines prinzipiell möglichen Partners zu denken, den oder die Sie schrecklich unattraktiv finden. Das wird Ihnen nicht lange gelingen.

Allzu langes Gerede über eine Form von Sexualität, die wir nicht erregend finden, stößt uns ab. Ausgiebige öffentliche Bekenntnisse und Diskussionen aber zwingen uns, daran zu denken, und sind daher nur wenig erwünscht. Dass der homosexuelle Geschlechtsakt für Andersgepolte abstoßend wirkt führt dazu, dass diese denken, auch die Homosexuellen würden zunächst dazu gezwungen und hätten sich dann irgendwie dran gewöhnt.

Dabei ist ja genau das Gegenteil Fall. Die meisten Homosexuellen sträubten sich gegen lange die Begierde, die einfach immer nur natürlich da war und sich nicht abschütteln oder umerziehen ließ und lässt. Wer sich heute nicht verstellt, hat vorher meist lange darum gekämpft.

Denken Sie mal drüber nach, in welcher Zeit wir gerade leben: vielleicht wachsen jetzt zum ersten Mal Menschen heran, die feststellen, dass sie zufällig Menschen des eigenen Geschlechts toll finden. Und das nicht sonderlich beunruhigend, verstörend oder sonst was finden.

Diese Menschen können jetzt Gleichgesinnte finden, ohne, dass sie sich verstecken müssen. Sie müssen nicht mehr lügen. Sie müssen sich nicht mehr in dunklen Kellern treffen. Sie müssen sogar nicht mehr Münchner Freiheit hören!

Je weniger die Homosexuellen sich verstellen müssen, um so mehr ändert sich auch das Bild von ihnen. Dabei tritt zutage, dass es ihnen nicht nur um den gleichgeschlechtlichen Geschlechtsakt geht.

Homosexuelle wollen auch gleichgeschlechtlich Umarmen, gleichgeschlechtlich Fernsehen, gleichgeschlechtlich Spazierengehen, gleichgeschlechtlich gemeinsam Frühstücken, gleichgeschlechtlich die Schwiegereltern besuchen, gleichgeschlechtlich Streiten, gleichgeschlechtlich Rotweingläser an die Wand schmeißen – all die Sachen die eine Beziehung so wertvoll machen.

3. Und dann ist da die Angst

Und zwar die – oft unbewusste - Angst heterosexueller Männer, dass sie anal vergewaltigt werden.

Ja, ja, sie werden jetzt sagen, dass sei Schwachsinn. Aus 2 Gründen. Mit einem haben sie auch recht. Ich fang mit dem blöderen an, weil der andere so ne tolle Überleitung zum nächsten Grund ist.

Sie könnten einerseits sagen, es sei Schwachsinn, weil Heteros diese Angst nicht hätten.

Ich brauchte auch eine Frau, die mir dieses Unwohlsein erklärt. Es ist genau das gleiche wie die Angst von Frauen, die nachts nicht allein auf der Straße gehen wollen.

Es zum anderen Schwachsinn, weil Schwule niemanden vergewaltigen wollen. 


Die meisten finden allein schon die Unterstellung schrecklich. Die meisten heterosexuellen Männer übrigens auch. Aber das ist für die Angst egal.

Viele Menschen haben ja auch Angst vor dem Teufel. Obwohl's den gar nicht gibt. Aber kaum jemand hat Angst vor der katholischen Kirche, obwohl's die ja wirklich gibt.

Die Angst ist aber vor allem deswegen unbegründet, weil homosexuelle Männer in Sachen Sexualität das ganz, ganz große Los gezogen haben. Stellen Sie sich für einen Moment vor, Sie wollten Sex mit Menschen haben, die auch Sex mit Ihnen haben wollten (ich weiß, es ist schwer).

Einfach so. Ohne Kuscheln, Massieren, oder vorher ins Kino gehen.

Irgendwo führen Menschen gerade Unterhaltungen wie diese:

„Hey, du siehst ja gut aus! Wollen wir poppen?“
„Au ja, klar! Bei dir, oder bei mir?“
„Och, lass uns doch grad hier auf der Tanzfläche machen!“


Da wird man ja aggressiv!

4. Der Neid

Warum sollte man auf Homosexuelle neidisch sein? Weil sie einfach so ihren Wünschen folgen, sich nicht anpassen und einfach Sex haben, wann und mit wem sie wollen. (Das stimmt natürlich gar nicht: auch Homosexuelle sind oft unglücklich verliebt.)

Das ist im Kern das gleiche Gefühl, dass jungen Frauen (und Männern), die selbst über ihre Jungfräulichkeit, Haare, Berufswahl, Ehepartner oder überhaupt irgendetwas entscheiden möchten, entgegenschlägt. Also vielleicht nicht unbedingt hier, aber in vielen Ländern dürfen junge Menschen nicht einfach so Sex haben oder auch nur Bier trinken. Das ist in vielen rückständigen Gesellschaften so, z. B. in den USA.

Es gibt kaum ein stärkeres Gefühl als:

Ich habe mich an die Regeln gehalten und leide darunter. Und die anderen machen einfach, was sie wollen, und denen geht es auch noch gut dabei.

Wenig bringt kleine Kinder mehr in Rage als eben genau dieser Verdacht: dass ihr normgerechtes Verhalten nicht angemessen belohnt wird. Dasselbe gilt für Erwachsene an Supermarktkassen.

"Ich steh hier schon seit Jahren für das bißchen schlechten Sex an und diese Schwulen gehen einfach vorbei und machen ne neue Kasse auf!"

Und so werden die Homosexuellen dafür gehasst, dass die Hassenden ihre eigenen Träume nicht leben.

Darüber hinaus gebiert dieser Neid eine weitere Angst

5. Die Angst vor der Freiheit.

Was wäre, wenn jeder machen könnte, was er oder sie wollte und nicht, was die Kirche, die Eltern, die Ahnen vorschreiben? Ginge dann nicht die gesamte Gesellschaft in die Brüche? Und was sollen die Nachbarn sagen?

Nun, wenn die Nachbarn etwas zu sagen haben, sollen sie das ruhig tun. Jeder soll das. Aber das Urteil anderer vorwegzunehmen und nicht auf das eigene zu vertrauen ist ein guter Weg, es niemandem recht zu machen.

Aber es ist nicht nur die Angst davor, dass die Gesellschaft auseinanderfallen und die Ernte vertrocknen könnte. Es ist auch die Angst vor der eigenen Freiheit. Die Angst, die alle überfällt, die plötzlich sehen, wie viele Möglichkeiten sie hätten – aus denen sie dann leider auch wählen müssten.

Insgeheim haben glaube ich die meisten Menschen das unausgesprochene Verlangen, koitusmäßig mal so richtig einen drauf zu machen. (Also jetzt nicht ihr Partner, keine Angst).

Aber sie tun es nicht - aus Angst. Währenddessen machen die Schwulen in der Sauna Doktorspiele, bis der Arzt kommt. (Und der Patient natürlich auch.)

(Da könnt man ja jetzt die Frage stellen, wie die das mit der Krankenkasse abrechnen – eingehende Untersuchung auch außer Haus?)

Aber leider ist dass alle sagen, was sie wollen bei Lichte betrachtet, der einzige vernünftige Weg, wie wir miteinander auskommen können.

Nur, wenn alle sagen, was sie wollen, haben alle eine Chance, zu bekommen was sie wollen.

Freitag, 6. September 2013

Musik am Freitag

Und jetzt mal noch ein Lied über Überwachungsstaat, Nachrichtendienste und so. Ist schon ein bißchen älter, aber immer noch der Kracher!
Lustig, dass die Band auch noch "The Police" hieß!

(Nee, Quatsch.)

Donnerstag, 4. Juli 2013

Warum passt Ihnen eigentlich im Laden nie was?

Tut es nicht, oder? Oder nur Hosen einer bestimmten Marke, und Hemden einer anderen. Das liegt zum einen daran, dass die Kleidung in China produziert wird, und die Chinesinnen die Kleidung kleiner nähen, um sich an Ihnen zu rächen.

Nein, Quatsch. Das könnten die sich gar nicht erlauben, dann würden sie ja geschlagen. Die Chinesinnen ändern die Kleidung so ab, dass sie normalen Menschen (also Chinesinnen) passt. Als Chinesin sollten sie also keine Probleme haben.

Natürlich gibt es auch Institute, die die Kleidung von Deutschen vermessen, z.B. das Institut Hohenstein. Die suchen auch gerade händeringend Probanden.

Warum passt Ihnen dann nix?


Weil die nur Leute vermessen, die in einem Umkreis von 10 km um den Unternehmenssitz leben. Wenn Sie also woanders leben, haben Sie Pech gehabt.

(Wenn Sie in Bönnigheim leben, und Ihnen immer noch nix passt - dann liegt das einfach daran, dass Frau Sommerhalter aus der EDV sich an Ihnen für irgendwas rächen will.)