Freitag, 11. April 2014

Warum Frauen Kopftücher tragen

Jahrhundertelang grübelten die Menschen: Warum tragen eigentlich nur religiöse Frauen Kopftücher. Warum nicht auch die Männer?

Es sind ja nicht nur die vielen Muslima. Es sind auch orthodoxe Jüdinnen und orthodoxe Osteuropäerinnen, von denen ich mal annehme, dass sie irgendwelchen christlichen Freikirchen angehören.

Das Muster ist immer dasselbe: tief gläubig = Haare bedecken.

(Nebenbei bemerkt: Diese etwas alternative Studentin, die in der Nachbarschaft wohnt, macht das übrigens aus einem Grund, den ihr nie erraten würdet: sie lässt sich die Haare wachsen und überbrückt die Phase, in der es Scheiße ausieht.)

Aber warum nicht die Männer?

Tja. Unter Piraten ist es eher andersherum üblich.
Warum dürfen denn Männer die Wollust der Frauen mit ihren Frisuren anstacheln, und Frauen nicht? Warum tragen nur Frauen Kopftücher?

Weil man nur Frauen weismachen kann, dass schöne Haare irgendwen sexuell erregen!

Ehrlich mal, wir kennen das doch alle: Wenn man bei der Friseurin war, traut man sich als Frau doch erst mal drei Tage nicht auf die Straße, weil alle Bauarbeiter grölen: »Hey Baby! Hast du 'ne neue Frisur? Sieht gut aus!«

Wohgemerkt: Das soll nicht heißen, dass religiöse Frauen das irgendwie besonders falsch sehen. Nur: In Anatolien verkündet den Quatsch, dass Haare sexuell stimulierend wirken, der Imam. Hier verkündet das L'Oreal.

Falsch ist es immer noch.

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