Dienstag, 10. November 2009

St. Martin


... Sahankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee uhund Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geheschwind,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht,

und er hat sein hellehes Licht bei der Nacht,
schon an-ge-zühühündt, schohon an-ge-zündt.

Manchmal hat man ja spontane Erkenntnisse über verborgene Wahrheiten. So geschehen gestern, als die Tante durch Regen stapfte, das eine Kind murrte, weil die Laterne kaputt ging und das andere Kind schrie, weil es den Regenschirm der Schwester haben wollte.

Als die Tante mit dem schreienden Kind dann zuhause war, wurde ihr plötzlich folgendes klar: Der Martinsumzug wurde gar nicht erfunden, um Kindern eine Freude zu machen. Er wurde erfunden, weil er wie etwas klingt, was theoretisch Freude machen könnte, in realiter aber nur alle Beteiligten nervt, weil die Laternen wegwehen, abbrennen oder nass werden. Und erfunden wurde das von frustrierten katholischen Priestern, die sauer sind, dass sie selber keine Kinder haben dürfen und die Kinderhabenden dafür bestrafen wollen.

Frustrierte katholische Priester ist übrigens eine Tautologie, das frustriert hätte ich mir auch sparen können. Als dann alle an den Brezeln nuckelten (hier im Saarland gibt es nach dem Umzug süße Hefebrezeln, die mit Zucker bestreut sind, um auch noch die Wohnung zu versauen), waren alle aber auch halbwegs besänftigt. Bis zum nächsten Mal.

Das Bild ist leider von letztem Mal. Da hatte es dafür nicht geregnet.

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