Schon einen Monat, und so viel passiert. Und jetzt wollen natürlich alle den Change auch bei sich zu Hause haben. Wir haben schon mal angefangen und sind fast fertig.
Als erstes haben wir den Laufstall aufgelöst. Jetzt haben wir zwar mehr Platz im Wohnzimmer, dafür versucht der Sohn immer, die Schränke auszuräumen. Yes, we can!
Dann wollten wir bisher inkompatible Lager vereinen und haben das Kinderzimmer so umgeräumt, dass der Kleine da jetzt auch schläft, naja, "Schlafen" ist nicht das richtige Wort, sowohl er als auch seine Schwester wollen immer so schnell wie möglich aus dem Zimmer raus und bei den Eltern schlafen. Da sind dann aber alle zusammen. Yes, we can!
Natürlich haben wir auch ein Haushaltspaket verabschiedet, um die Nachfrage anzukurbeln. Die Tochter isst jetzt soviel Schokolade, wie sie nur in die Finger kriegen kann und der Kleine isst sowieso alles. Und die Tante kauft neue Hosen, weil die alten an den Knien durchgescheuert sind. Yes, we can!
Als letztes wollten wir auch die gute Stimmung rüber über den großen Teich bringen. Es sieht zwar noch ein bißchen krakelig aus, aber wir unterschreiben jetzt auch alles mit links. Yes, we can!
Dienstag, 24. Februar 2009
Dienstag, 17. Februar 2009
Datenschutz 2.0
Manchmal ist es ja ziemlich traurig, dass man nicht eine eigene Satiresendung im Fernsehen hat, für die man schnell einen Film drehen kann. Gestern war so ein Fall: Wolfgang Schäuble hat zum Gipfel geladen, um den Datenschutz für Arbeitnehmer zu verbessern.
Desch isch e Schkandal! Die Gespräche von 173 000 Mitarbeitern untersucht! Und mir krieget davon überhaupt nix mit! Da hätt mer doch auf einen Schlag 173 000 Terrorischden ausfindig gmacht! Des muss auch unbedingt verstaatlicht werden, wir können die Unternehmen nicht mit diesen schweren Aufgaben alleine lassen.
Oh, die Möglichkeiten.
Desch isch e Schkandal! Die Gespräche von 173 000 Mitarbeitern untersucht! Und mir krieget davon überhaupt nix mit! Da hätt mer doch auf einen Schlag 173 000 Terrorischden ausfindig gmacht! Des muss auch unbedingt verstaatlicht werden, wir können die Unternehmen nicht mit diesen schweren Aufgaben alleine lassen.
Oh, die Möglichkeiten.
Freitag, 13. Februar 2009
Der Papst ist nicht doof
Wie sich manche bestimmt gedacht haben, war die Tante ja krank. Und zwar so, dass sie sich gedacht hatte, es sei mal wieder eine gute Idee, den gesamten Harry Potter von vorne zu lesen, was ganz interessant ist wegen der Verbindungen, die sie vorher verpasst hatte, jetzt aber auch mal reicht.
Und in der Zeit ernennt der Papst doch einen Weihbischof, der Harry Potter verdammt. Nun könnte man ja sagen, selbst ein weltfremder verbohrter Ignorant wie ein katholischer Bischof sollte darüber stolpern, dass in den Büchern Weihnachten und Ostern gefeiert wird. Andere hingegen würden das damit erklären, dass der Bischof das natürlich nicht liest, weil ja klar ist, dass es böse ist.
Aber die Sache ist ganz anders, nämlich so:
Kernthema der Harry-Potter-Geschichte ist, dass Liebe stärker und mächtiger ist als Gewalt, Hass und Terror. Und, da hat der Bischof vollkommen Recht, das lässt sich nicht mit den Zielen der langlebigsten Machtorganisation der Welt, eben jener, die uns Inquisition, Kreuzzüge, Pogrome, Reichskonkordat und Hexenverbrennungen geschenkt hat, vereinbaren. Wo kämen wir denn da hin. Dann würden die Leute vielleicht anfangen, selber zu denken, oder hätten plötzlich keine Angst mehr vor der Hölle.
(Hier geschickte Überleitung einbauen.) Der Grund dafür, dass die katholische Kirche Kondome verdammt ist übrigens, dass dann Katholiken weniger Kinder kriegen als Anhänger anderer Religionsgemeinschaften. Es geht um Macht, immer.
Frau Rowling betrachtet es übrigens als eine (wenn auch traurige) Ehre, dass ihre Bücher verboten werden.
Und in der Zeit ernennt der Papst doch einen Weihbischof, der Harry Potter verdammt. Nun könnte man ja sagen, selbst ein weltfremder verbohrter Ignorant wie ein katholischer Bischof sollte darüber stolpern, dass in den Büchern Weihnachten und Ostern gefeiert wird. Andere hingegen würden das damit erklären, dass der Bischof das natürlich nicht liest, weil ja klar ist, dass es böse ist.
Aber die Sache ist ganz anders, nämlich so:
Kernthema der Harry-Potter-Geschichte ist, dass Liebe stärker und mächtiger ist als Gewalt, Hass und Terror. Und, da hat der Bischof vollkommen Recht, das lässt sich nicht mit den Zielen der langlebigsten Machtorganisation der Welt, eben jener, die uns Inquisition, Kreuzzüge, Pogrome, Reichskonkordat und Hexenverbrennungen geschenkt hat, vereinbaren. Wo kämen wir denn da hin. Dann würden die Leute vielleicht anfangen, selber zu denken, oder hätten plötzlich keine Angst mehr vor der Hölle.
(Hier geschickte Überleitung einbauen.) Der Grund dafür, dass die katholische Kirche Kondome verdammt ist übrigens, dass dann Katholiken weniger Kinder kriegen als Anhänger anderer Religionsgemeinschaften. Es geht um Macht, immer.
Frau Rowling betrachtet es übrigens als eine (wenn auch traurige) Ehre, dass ihre Bücher verboten werden.
Mittwoch, 28. Januar 2009
Progressive Virus Sharing
Früher waren wir winters ja gerne krank. Heuer nicht mehr. In der heutigen Zeit ist "Krank werden" einfach kein adäquates Mittel mehr, mit den Herausfordungen des Alltags fertig zu werden. Daher haben wir nun nach langem Suchen endlich die neueste Entwicklung aus Amerika auch für uns entdeckt - dynamic disease forwarding.
Moderne Menschen brauchen einen neuen Weg, mit den vielfältigen Erregern, die tagtäglich auf sie einprasseln, umzugehen. Die Immunsysteme sind durch Stress und Umweltfaktoren nicht mehr in der Lage, einen Erreger zu erkennen und dann daraufhin zu reagieren. Da bietet sich dynamic disease forwarding als Lösung für ein modernes Krankheitsmanagement an. - George A. Wilson, senior sickness consultant, Boston Consulting Group
Bei dieser neuen Methode wird das Erregermanagement auf den Kopf gestellt: Es ist nicht mehr der Erreger, der auf ein Immunsystem eindringt - vielmehr wird im Haushalt ein Pool an Viren, Bakterien und Pilzen gebildet, aus denen das individuelle Immunsystem sich dann bei Bedarf einen auf die jeweiligen Ansprüche zugeschnittenen Krankheitserreger aussucht.
"Gerade junge Familien können dadurch enorm profitieren und ihr Krankheitsmanagement ungemein vereinfachen. Vor allem das bisher so lästige Einfangen von Krankheiten fällt dadurch weg, da immer eine ausreichende Anzahl von Erregern im Pool zur Verfügung steht", so George Wilson.
Ein weiterer Vorteil ist, dass einzelne Erreger von anderen Familienmitgliedern wiederverwertet werden. Gerade diese Zweitverwertung macht das Modell perfekt für einen modenen und aktiven Lebensstil.
Moderne Menschen brauchen einen neuen Weg, mit den vielfältigen Erregern, die tagtäglich auf sie einprasseln, umzugehen. Die Immunsysteme sind durch Stress und Umweltfaktoren nicht mehr in der Lage, einen Erreger zu erkennen und dann daraufhin zu reagieren. Da bietet sich dynamic disease forwarding als Lösung für ein modernes Krankheitsmanagement an. - George A. Wilson, senior sickness consultant, Boston Consulting Group
Bei dieser neuen Methode wird das Erregermanagement auf den Kopf gestellt: Es ist nicht mehr der Erreger, der auf ein Immunsystem eindringt - vielmehr wird im Haushalt ein Pool an Viren, Bakterien und Pilzen gebildet, aus denen das individuelle Immunsystem sich dann bei Bedarf einen auf die jeweiligen Ansprüche zugeschnittenen Krankheitserreger aussucht.
"Gerade junge Familien können dadurch enorm profitieren und ihr Krankheitsmanagement ungemein vereinfachen. Vor allem das bisher so lästige Einfangen von Krankheiten fällt dadurch weg, da immer eine ausreichende Anzahl von Erregern im Pool zur Verfügung steht", so George Wilson.
Ein weiterer Vorteil ist, dass einzelne Erreger von anderen Familienmitgliedern wiederverwertet werden. Gerade diese Zweitverwertung macht das Modell perfekt für einen modenen und aktiven Lebensstil.
Freitag, 16. Januar 2009
Tenöre aller Länder, vereinigt euch!
Mittwoch, 14. Januar 2009
Tolle Idee!
Die Weltwirtschaft ist ins Torkeln gekommen, weil die Amerikaner wahnsinnig viel Geld ausgegeben haben. Sie hatten gerade selber keines, haben aber einfach ein paar Kredite aufgenommen. Bis irgendwann jemand gemerkt hat, dass man, bloß weil man plötzlich viel Geld zum Ausgeben hat, dadurch nicht in echt reich wird. Und jetzt kauft keiner mehr was. Blöd.
Super Lösung:
Dann müssen wir einfach den Bürgern wahnsinnig viel Geld geben, auf dass sie was kaufen können. Wir haben leider grade keins, können ja aber ruck zuck ein paar Kredite aufnehmen.
Die junge Dame da oben betreibt einen Gemischtwarenladen (Obst, Gemüse und Plastikhühnchen) in ihrem Zimmer und gibt den Kunden immer das Geld, mit dem sie dann bezahlen können. Das müssen sie dann auch immer komplett abliefern, kriegen aber trotzdem noch was raus. Irgendwas hat sie verstanden, was ich nicht verstanden habe.
Dienstag, 6. Januar 2009
Schneeflöckchen, Weißröckchen

Der Unmut der Bevölkerung steigt ins Unermessliche. Demonstrationen allerorten, Menschen reißen sich schreiend die Kleider vom Leib und recken die Fäuste gen Himmel ob solch hanebüchenen Schwachsinns:
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal.
Wir bauen den Schneemann
und werfen den Ball.
In welcher möglichen Welt soll sich denn bitteschön so was reimen? Dabei sind die Grundanforderungen mit einem Reim pro Strophe ja doch verhältnismäßig bescheiden.
Doch glücklicher Weise ist dem Tante Jensen Forschungsteam nun ein einschneidender Forschungserfolg gelungen: Nach umfangreichen Forschungsrecherchen in deutschsprachigen Archiven im In- und Ausland ist es uns gelungen, den Urtext zu rekonstruieren. Dabei wird auch geklärt, wieso der Reim auf ins Tal gebildet werden muss und es stellt sich heraus, dass dieses scheinbar so banale Liedchen (in der Weihnachtszeit !) doch einst sehr viel Zündstoff barg.
Hier ist sie, die Originalfassung der vierten Strophe:
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal.
Wir bauen den Schneemann
und beten zu Baal.
In diesem Sinne: Ein gesegnetes neues Jahr!
Abonnieren
Posts (Atom)