Dienstag, 29. April 2008

Freitag, 25. April 2008

Wäsche

Ich denke in letzter Zeit oft über Wäsche nach. Das mag damit zusammenhängen, dass ich auch oft in Zusammenhang mit Wäsche anzutreffen bin.

Und das möchte ich aber eigentlich gerne vermeiden. Daher hier die offiziellen Tantentipps zum Reduzieren von Zeit in der Gegenwart von Wäsche:

  • Der wichtigste Punkt beginnt gleich beim Einkauf: nicht darauf freuen, wenn das eine gute Hemd wieder aus der Wäsche ist - 10 Stück davon kaufen! Und die anderen wegschmeißen. Seit dieser Woche besitze ich endlich 8 Paar Socken meiner Lieblingssorte und
  • in der selben Farbe, in der in meiner Familie nur ich Socken habe. Wie viel Zeit Ihres Lebens haben Sie schon damit verbracht, die passenden Socken zu suchen? Das lässt sich dramatisch reduzieren, wenn plötzlich alle dunkelblauen Socken nicht nur der Tante gehören, sondern auch alle zusammen passen!
Gut, ich kenne auch jemanden, der einfach zwei Socken aus der Wäsche nahm, weil er es spießig fand, gleiche Socken zu tragen. Der gab aber auch zu, dass er die zweite wieder zurück tat, wenn sie zu der ersten passte. Nee, nee, das wollen wir nicht, das ist umgekehrte Spießigkeit, so Leute fangen dann auch riesigen Krach in ihrem Indianerstamm an, weil nicht alle am Quilt mitarbeiten. Ich kenne jemanden aus der Yogalehrerausbildung, dem ist genau das passiert.

Montag, 14. April 2008

So geht's (anders nicht)

Ja, und schon ist es soweit - Anonyme fragen anonyme Fragen, ob das denn stimme, dass mit dem Michel. Ich weiß es doch auch nicht! Ich wollt auch nicht fragen, weil dann in meiner schönen Gerüchteküche Schmalhans Küchenmeister wäre.

Donnerstag, 10. April 2008

Der Michel ...

... ist jetzt, wenn ich das aus der Ferne gesehen habe, mit der Lotte zusammen!

Nein, so bringt das nix. (Außerdem weiß ich ja gar nicht sicher, ob sie wirklich zusammen sind, weil ich ja nur vom Spielplatz aus die beiden gesehen habe, und da konnte ich nicht weg, weil ich gerade schon jemanden anders begrüßte, den ich da zufällig getroffen hatte) (und eigentlich versuchte, mit den Gerhardts zu reden, mit denen wir da eigentlich verabredet waren) (alle, während meine Tochter dringend versuchte, mich zum Spielen zu bringen).
Noch mal:

Die kleine Schwester von Nina ist jetzt mit dem Exmitbewohner von meinem Bruder zusammen!

Hm, auch nicht. Das Problem ist, dass keiner außer mir die beiden schon so lange kennt. Ich bin der einzige, für den das eine "Was?!! Die beiden?"-Nachricht ist. Denn ich kenne beide aus ganz unterschiedlichen Gruppen und Städten. Total verrückt. Aber nur für mich. Na, und für die beiden eben. Wir von Tante Jensen wünschen von dieser Stelle aus alles Gute.

Dienstag, 1. April 2008

Das Übliche

Wie war denn die Geburt? fragen immer noch Menschen, die man auf der Straße trifft. Nun ja, wie so eine Geburt so ist ...

Zunächst mal sehr anstrengend für die Mutter. Diesmal allerdings besser wegen Unterwassergeburt. Und laut, aber das sagte ich bereits. Als Vater hat man da ja nicht so viel zu tun, nur rumzusitzen, aufmunternde Worte zu sprechen und sich komplett nutzlos zu fühlen. Die Mutter meinte, das wäre schon gut so gewesen, aber ich persönlich hätte doch gern irgendwas sinnvolles getan. So nach ein paar Stunden Aufmuntern und Gut-zureden wird der angeborene Instinkt übermächtig. Die Gene befohlen mir:
Stehe auf, gehe hin und besorge Handtücher und heißes Wasser!
Das habe ich dann aber natürlich nicht gemacht, war ja alles schon da. Das wäre auch nicht gut gegangen, so übermüdet, wie man dann ist. Vermutlich haben sich deswegen auch Generationen von werdenden Vätern dabei am kochenden Wasser irgendetwas verbrannt, wovon aber nie jemand spricht. Auch, weil neben "Ich habe dich neun Monate mit mir rumgetragen und die Geburt war tierisch schmerzhaft!" der väterliche Zusatz "Und ich hab mir beim Desinfizieren der Schere ganz übel die Hände verbrannt!" irgendwie überhaupt keinen Eindruck schindet.

Mittwoch, 26. März 2008

Ei, die Wäsch


Mittlerweile kann man sich ja gut mit allem arrangieren. Der Haushalt läuft programmiert wie ein Uhrwerk, ich kann mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und lerne die tiefe innere Befriedigung kennen, die daraus erwächst, dass man noch genug Schmutzwäsche gefunden hat, um die Waschmaschine voll zu machen.
Überhaupt die Wäsche. Daran, dass es nicht nur noch die Sachen von Mutter, Vater und Kind gibt, sondern plötzlich die Sachen von 2 Kindern erkennt man, dass man jetzt eine richtige Familie ist. Die ganz schön viel Dreck macht - jeden Tag eine Wäsche, eine Spülmaschine, dafür sorgen, dass es immer genug Leibchen und Schlafsäcke zu Verpinkeln gibt, ist eine gehörige organisatorische Leistung, die in ihrer Komplexität durchaus an die unter dem Namen Operation Dragoon bekannte Invasion der Alliierten in Südfrankreich heranreicht. Wobei man sagen muss, dass die amerikanischen Soldaten alle dasselbe anhatten und nur in seltenen Notsituationen ihre Schlafsäcke verkackten.
Noch schnell der aktuelle Punktestand (Mutter / Vater / große Schwester):

Popel gefischt: 3 / 1 / 0
Griesknötchen geknibbelt: 2 / 4 / 0
Schokolade an Ostern gefunden (in kg): 0,1 / 0,1 / 3,7

So tun wie alle das, was unseren individuellen Neigungen und Talenten am besten entspricht.

Mittwoch, 12. März 2008

Eltern sein

So, das Kind ist nun da. Und überraschender Weise hat man ja doch Routine entwickelt. Man kommt zwar wie erwartet immer noch zu nichts und erst nach 10 Tagen dazu, alle zu informieren, aber immerhin ist die Küche geputzt.
In der Nacht auf Sonntag, den 2. März, war es soweit: um 20.30 setzten die Wehen ein, und um 0.22 Uhr war Emil Johann da. Wir waren auch schon mal langsamer. Auch beim zweiten Mal ist alles ganz aufregend, und allmählich bekomme ich auch als Mann ein Gefühl dafür, was eine Mutter bei der Geburt empfindet: Es ist ein einschneidendes Erlebnis, in dem sie sich ganz ihrer Weiblichkeit bewusst wird und absolut intensiv erlebt, wie sie dem Kind das Leben schenkt. Kurz: es tut Scheiße weh. Die Mutter meinte, es hätte nicht so weh getan, wie beim ersten Mal, ich kann nur sagen, sie hat genau so laut geschrieen. Aber nicht so lang. Der Sohn war gar nicht so dick, wie der Bauch vermuten ließ, sondern mit 3.370 g, 52 cm Länge und 36,5 cm Kopfumfang ziemlich genau so normal wie seine Schwester. Und er nimmt auch schon wieder zu.
Seit Mittwoch ist das Kind zu Hause, Mutter auch, heute will sie zum ersten Mal vor die Tür gehen. Das Kind ist natürlich total süß und schläft tagsüber auch schon durch. Nachts leider noch nicht, da arbeiten wir dran. Aber das Erstgeborene geht ja vormittags in den Kindergarten, da kann man dann schlafen.
Die Erstgeborene ist sich ihrerseits noch nicht so sicher, was sie vom Bruder halten soll - mal ist sie ganz Puppenmutti und große Swester, mal soll er weg, weil Mama und Papa sich nicht so um sie kümmern wie früher und man mit dem Kleinen auch noch nichts anfangen kann. Immerhin hat sie jetzt das Schnullern entdeckt.
So, jetzt wissen alle Bescheid, und ich kann meinen verbleibenden Urlaub dazu nutzen, die Anträge zu bearbeiten. Juhu.