Montag, 6. Februar 2012

Wenn die Nacht am tiefsten ist ...

Wenn Sie das nächste Mal die halbe Nacht grübelnd, sorgend und wälzend auf der Matratze liegen und alles ganz, ganz schlimm ist, alle doof, und keiner Sie lieb hat, denken Sie bitte an Folgendes: Es sind nur die Hormone.

Genauer gesagt: Melatonin. Dieses Schlafhormon hat die unpraktische Nebenwirkung, auf das Gemüt zu drücken. Machen Sie das Licht an, das stoppt die Melatoninproduktion und sorgt dafür, dass der Stimmungsaufheller und Wachmacher Seratonin produziert wird. Stehen Sie auf, schreiben Sie auf, was sie nervt, und dann gehen Sie wieder ins Bett.

Die Tante kann sich gar nicht genug über diese Nachricht freuen: Seit Jahrtausenden verzweifeln Menschen des nachts, beißen in ihr Kissen und haben aus lauter Verzweiflung Sex oder beten - und am nächsten Morgen sieht alles wieder besser aus. Und dank intensiver wissenschaftlicher Forschung weiß man endlich, warum, und wir können einfach sagen: "Ach, ist ja nur das Melatonin, alles halb so wild."

Das ist ein Trost, den keine Religion der Welt bereiten konnte.

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