Freitag, 8. September 2006

Es gibt zwei Sorten von Menschen auf der Welt (3)

Die einen haben ganz furchtbar Mitleid mit den Sanmarinesischen Fußballern, weil die immer verlieren. Die anderen denken, die können doch froh sein, überhaupt mal gegen so große Mannschaften zu spielen.
Und die einen würden sich als Spieler von allen ausgelacht fühlen, die anderen wären froh. Wenn die Stadtauswahl von Georgsmarienhütte regelmäßig gegen Frankreich spielen würde, wären die doch auch glücklich (es sei denn, sie machen irgendwelche blöden Sprüche über irgendjemandes Schwester, höhö).
Darüber hab ich vorgestern lange mit Jasper (dem Göttergatten) diskutiert. Wir haben uns dann auf Folgendes geeinigt: wenn man zum ersten, dem "Sich Schämen"-Typ gehört, wird man eben in San Marino kein Fußballspieler.

Jugendliche

Gestern kein Beitrag, weil ich natürlich damit beschäftigt war, das Kampuschinterview zu lesen. Ich hab ja an anderer Stelle mal angeregt, pubertierende Jugendliche vor der Welt wegzusperren. Jasper meinte, so vernünftig und sympathisch diese junge Frau rüberkomme, bestätige das nur die Richtigkeit meiner These.
Ganz schön fies, oder? Tja, so isser eben.
(Aber er liegt wahrscheinlich falsch: diese Frau wäre vermutlich auch als Jugendliche nicht unerträglich gewesen).

Mittwoch, 6. September 2006

Es gibt zwei Sorten Menschen auf der Welt (2)

Die einen finden es süß, dass ein Hund das neugeborene Kind seines "Frauchens" von oben bis unten abschlecken muss, um es in die Familie aufzunehmen, denn sonst kann es sein, dass er das Nicht-Familienmitglied-Kind später tot beißt.
Die anderen finden das eklig und schon bescheuert, dass man sich überhaupt ein Vieh ins Haus holt, das irgendwann die Kinder totbeißen könnte.

Die einen beschweren sich, dass man in der Stadt keinen Auslauf für die Hunde hat.
Die anderen fragen sich, warum man überhaupt in der Stadt Hunde hat, die haben doch keinen Auslauf.

Ich werde die einen nie verstehen. Und die anderen werden nie verstehen, dass ich Angst vor ihren Viechern habe. Aber ich hab ja jetzt immer mein Pfefferspray dabei für die Leute, die ihre Köter nicht an der Leine lassen können. Frieden durch Abschreckung.

Dienstag, 5. September 2006

Nachtrag: Initiative des Monats

"Fleischesser, und deswegen lieben wir sie ja auch". Keiner murrt, keiner fragt nach. Und es frägt auch niemand nach. Die ulkige Tante, haha, macht wieder Quatsch. Mais non.

Die Oberschicht gibt ihren Reichtum dadurch zu erkennen, dass sie demonstrativ nichts tut, bzw. sich sogar Menschen hält, die für sie nichts tun (Victoria Beckham wird z. B. genau dafür bezahlt). Und besonders gut kann man seinen Status beweisen, wenn man sich Menschen hält, die viel tun könnten. Oder Wesen: Pferde (sind stark und schnell), Raubvögel (können fliegen) und eben Raubtiere wie Hunde und Katzen oder Spinnen und Schlangen. Schon mal gewundert, warum fast niemand ein Schwein als Haustier hat? Deswegen.
Gut, sagt Ihr: Meerschweinchen! Hamster!
Aber das ist ja nur für Kinder.

Bitte ein Hemd

Diese fröhlichen jungen Menschen werben für die Bierbrauerei Bitburger und stellen eine Aktion vor, bei der man diese "Kult-Shirts für Genießer", die sie tragen, gewinnen kann oder gar nachgeschmissen kriegt, keine Ahnung. Nun weiß ich zwar nicht, wieso jemand die abgelegten Hemden von jemand anderem gewinnen möchte. Aber ich weiß, dass die Hemden ganz bestimmt nicht "kult" sind, eben weil sie als solche beworben werden.
Deswegen hat die Brauerei für die Anzeige auch nur Teilnehmer gefunden, die sich Perücken unkenntlich gemacht haben.
Die eigentliche Neuigkeit aber ist, dass ich tatsächlich wen gesehen habe, der so ein Hemd trug. Von dem hab ich aber natürlich kein Photo.

Montag, 4. September 2006

Initiative des Monats September (2)

Jetzt kann man ja sagen: Wozu Millionen von Hundefellen importieren? Petra Pau hat doch schon eine Frisur. Die Felle werden aber nicht als Hundefelle verkauft, sondern zu Leder verarbeitet. Und anschließend in betrügerischer Absicht zu minderwertigen Kuh- oder Ziegenfellen umetikettiert. Hier muss der Verbraucher natürlich geschützt werden.

Vielleicht ist der politische Ansatz hier aber der falsche. Deswegen möchte ich anregen, dass der Bund deutscher Tierfreunde ein Programm zur Hunde- und Katzenpatenschaft auflegt. Damit könnte schon mit wenig Geld ein schönes Tier aus China unterstützt werden, und in speziellen Förderprogrammen jene Bildungsmöglichkeiten bekommen, die deutsche Hunde und Katzen schon lange genießen.

Eine erste Projekt-Hundeschule hat die baptistische Hundemission Neuharlingersiel schon 2003 in Nanking eingerichtet, und die Kinder werden dort hervorragend betreut. Es gibt nicht nur spezielle Trainer, es werden auch viermal im Jahr deutsche Hundepsychologen eingeflogen, die den Schülern helfen sollen, ihre traumatischen Erfahrungen besser zu verarbeiten. Über ein Austauschprogramm mit deutschen Hundeschulen wird bereits nachgedacht. Bitte spenden!

Freitag, 1. September 2006

Die Initiative des Monats September

Beim Bundestag liegt eine Unterschriftenliste für ein Einfuhrverbot chinesischer Katzen- und Hundefelle, weil die in China unter menschenunwürdigen, nein falsch: natürlich katzen- und hundeunwürdigen Bedingungen hergestellt werden. Millionen dieser Felle würden jährlich nach Deutschland importiert, für die natürlich Millionen von Tieren sterben müssten. Die Regierung solle diesbezüglich ein Gesetz erlassen.

Ich stell mir das lustig vor, wenn Angie das Herrn Hu erklärt. Wollen wir unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu China wirklich wegen Tierfellen aufs Spiel setzen? Uns sind doch schon die Lebensbedingungen chinesischer Menschen egal. Aber Hunde und Katzen sind natürlich süßer als Menschen, und deswegen auch wichtiger. Wer etwas anderes behauptet, hat kein Herz und ist ein Unmensch. Hier heißt es einzuschreiten, und wenn es gilt, entschlossen und mutig Farbe zu bekennen gegen das Unrecht in der Welt, zögern deutsche Tierfreunde keine Sekunde.

Endziel, das ist klar, muss es sein, dem Chinesen zu verbieten, Hunde und Katzen auch zu essen. Dem Schlitzi muss klar gemacht werden, dass diese Tiere anders als andere Tiere toll sind und nicht missbraucht werden dürfen. Die anderen Tiere natürlich schon – schließlich sind Hunde und Katzen nun mal Fleischfresser, so hat die Natur sie geschaffen, dafür können sie nichts, und deswegen lieben wir sie ja auch. Das würden selbstverständlich auch all die Schweine, Puten, Kälber, Hennen, Lachse einsehen, die für Hunde und Katzen tagtäglich geschlachtet werden, könnte man es ihnen erklären. Kann man aber nicht, weil: sie sind ja nicht so schlau wie Hunde oder Katzen. Deswegen ist es auch ganz egal, wie chinesische Kühe, Hennen, Ratten, Menschen ... behandelt werden.

Mehr zu diesem Thema nächste Woche.