Montag, 31. Juli 2006
Mein viertel Fest
Der Gartenpavillon schien mir übrigens unter genau den ausbeuterkapitalistischen Methoden hergestellt worden zu sein, gegen die dann darunter protestiert wurde. Da wächst zusammen, was zusammen gehört.
Und in der Schwulenkneipe lief anscheinend vollkommen unklischeemässig AC/DC. Vielleicht haben bedient auch nur die Schuljungenuniform irgendeinen Fetisch? Und englische Internate sind ja noch berüchtigter als katholische Kloster ... Dann stimmt mein Weltbild ja wieder.
Freitag, 28. Juli 2006
Ich muss weg
"Da sind in letzter Zeit so viele Fremde in unserem Viertel. Ich weiß ja nicht. Stellen sich da überall ihre Wohnwagen hin. Man kann nirgendwo mehr parken. Und dann das komische Essen, dass die kochen. Das haben wir früher nicht gebraucht. Nichts, was wir normaler Weise essen: frittierte indische Gemüsebällchen, oder so chinesisches Zeug. Das stinkt! Und dann bauen die da so Hütten auf. Und der ganze Alkohol! Die machen Lärm die ganze Nacht. Und danach haben wir den Müll auf der Straße liegen."
Donnerstag, 27. Juli 2006
Hausfrauentipps gegen die Hitze
- Rasieren: Alles überflüssige an Haaren weg machen. Aber bitte nicht so, dass es eklig ist, wenn Sie mir in der Sauna begegnen.
- Quark: Mit Milch, Zucker und Vanillemark anrühren, evtl. Früchte hinzugeben. Wirkt am besten, wenn er großzügig auf dem Oberkörper verteilt wird.
- Sprühflasche: Mit Wasser drin. Die Pflanzen lieben es. Hab es auch gestern Abend an der Nichte ausprobiert, die hat gleich damit gekuschelt und die Flasche mit ins Bett genommen. Besser also: Zwei Sprühflaschen. Eine als Kuscheltier, eine für den Rest der Familie.
- Schlafen: Siesta, Siesta Mexicana! Bringt unglaublich viel gegen die Leere im Kopf. Ist viel besser als zum Beispiel im Internet surfen. Also auch:
- Strohhüte.
Dienstag, 25. Juli 2006
Schwenker im Aufbau
::: Haben Sie bitte etwas Geduld. Der Schwenkgrill wird gerade aufgebaut. :::
::: Danach stehen wir Ihnen wieder zur Verfügung. :::
::: Das kann allerdings bis zum Donnerstagmorgen dauern. :::
::: Bis dahin müssen wir im Garten sitzen :::
::: und die Füße in den Nudelsalat halten. :::
::: Vielen Dank für Ihr Verständnis. :::
Rezept
Wichtig ist, man muss wissen, es gibt mehrere Zutaten. Nehmen kann, wenn man will, also natürlich Salat. Auch Gurken, Tomaten. Mit Oliven kann haben, manche auch wollen Feta. Wegen der Elektrolyte und auch Flüssigkeit, ist erfrischend. Wichtig auch, muss man nehmen viel Soße aus Essig und Öl. Wenn die Tomaten und Gurken super sind, die Soße ist super, wegen Süße. Ist erfrischend.
Super Tipp: Nehmen noch mehr Soße und stellen nach dem Essen die Füße in die Schüssel. Ist super erfrischend.
Montag, 24. Juli 2006
Noch mehr Internet
Männer mit türkischem Migrationshintergrund sollen in ihrer Berufswahl beim Migrationsgipfel ja nach dem Willen von Wolfgang Schäuble vom Gesetzgeber auf genau drei Möglichkeiten festgelegt werden: Dönerbude, Gemüseladen, Internetcafé . Das soll die Erkennbarkeit und die Zuordnung erleichtern. Dann weiß jeder, wo sein Platz ist in dieser Gesellschaft und die, die nicht hierher passen (weil keine Dönerbuden mehr frei sind) sollen wieder gehen. Damit wird auch Schluss gemacht werden mit dem derzeit zu beobachtenden Wildwuchs, dass Türken auch Pizzaservices betreiben oder Nicht-Türken Dönerbuden.
Das ist alles der Integration nicht förderlich! Da weiß doch keiner mehr, woran er ist. Das verwirrt nur die Leute! Da könnten die ja genauso gut verlangen, dass sie ihre Schnauzbärte abrasieren dürfen. So weit kommt's noch! Das können wir hier nicht brauchen.
Zusätzlich werden auch die Dönerbudenplanstellen pro Stadt genau festgelegt, so dass eine Dönerbudendichte von mehr als 2,37 DB/km2 in deutschen Innenstädten nicht überschritten wird. Bei Internetcafés hat sich die CSU aber gegen eine solche Regelung ausgesprochen, weil Internet nämlich einfach super ist. Da darf man nix gegen machen, weil: Wir brauchen noch viel mehr Internet in Deutschland. Deswegen wird in Bayern die Gründung eines neuen Internets auch schon mit einer Einmalzahlung von 230,- € gefördert.
Freitag, 21. Juli 2006
Die Regeln (4)
Regel 4: Wie man Handouts weitergibt
Geben Sie Handouts nie sofort weiter. Schauen Sie sich immer erst genau an, was Sie Ihrem Nachbarn weitergeben. Schließlich können sie für die Nachteile, die ihm durch diesen Zettel entstehen, die Fehler und Falschinformationen, die darauf zu finden sind, rechtlich haftbar gemacht werden. Ihm Zettel achtlos weiter zu reichen wäre unseriöses Arbeiten. Kontrollieren Sie also alles, was durch Ihre Hände geht, und an andere weiter gereicht wird.
Diese Vorsichtsmaßnahe hat zudem den Vorteil, dass in doch häufig langwierigen Sitzungen wichtige Zeitfenster entstehen. In diesen können sich alle Teilnehmer (und besonders jene, die das Papier, noch nicht haben, weil Sie es sich ja gerade ansehen) auf ihre Erwartungen und Ziele bezüglich dieser Sitzungen besinnen und sich ausgiebig in der Nase bohren.