Donnerstag, 31. August 2006

Die Regeln: (8) und (14)

Kürzlich bin ich wieder Fahrrad gefahren.
(Also eigentlich fahre ich ja jeden Tag Rad, zur Arbeit nämlich (also genau genommen nicht jeden Tag, sondern nur jeden Werktag (wobei ich mir jetzt, wie jedesmal an dieser Stelle, die Frage stelle, ob Samstag ein Werktag ist (kurz zu Wikipedia, wieder da): und? ist er.

(merke:
Regel 14:
Ein Samstag ist ein Werktag ist ein Werktag
ist ein Werktag. )

außer samstags also (anders gesagt: unter der Woche. Außer natürlich an Feiertagen.)) Wenn ich aber schreibe: "Gestern bin ich übrigens wieder mit dem Rad zur Arbeit gefahren." hätte das nicht so spannend geklungen (klingt das andere spannend? ist eigentlich auch nicht so die Schockermeldung. Egal))
Und da musste ich wieder Fußgänger überholen (so total verrückte Punker, die nicht geradeaus gehen konnten
). Da hab ich dann ganz wild geklingelt, macht Spaß.
Doof ist aber, wenn ich einfach so an den Leuten vorbei fahren könnte, ich aber befürchten muss, dass ein Angler dabei ist und erzählt, dass er gestern einen Fisch gefangen hat und der war (breitet die
Arme aus) soooooo groß ... und ab geht die Tante in die Ligusterhecke.
Wenn ich aber vorher klingele, sind die Leute erstens genervt, und sie drehen sich unnötigerweise um, und zwar genau dann, wenn ich an ihnen vorbeifahre, machen einen Schritt zur Seite, um zu kucken, wer da kommt ... und schon wieder ist die Tante in der Ligusterhecke.

Was tun?

Regel 8:
Wenn ich drei mal ganz wild klingele, gehen Sie bitte einen Schritt zur Seite. Wenn ich nur einmal kurz "ding" mache, gehen Sie einfach wie bisher und erzählen nichts von Fischen. Vielen Dank.

Jetzt muss ich nur
noch auf meinem Arbeitsweg Aushänge machen. Eigentlich ganz einfach.

Mittwoch, 30. August 2006

Rezept: Schnupfen

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt keinen Schnupfen hat, wird ihn bald bekommen.


Und da kommen die guten Hausrezepte von der Tante wie gerufen!
Was gegen Schnupfen?
Nase spülen, Nase spülen, Nase spülen.

Viele sagen: Das ist aber eklig!
Die Tante Jensen: Ihr müsst auch Salz in das Wasser machen, dann ziept das nicht so fies. Im Meer ziept das nämlich gar nicht so wie im Schwimmbad.
Der einfache Leser: Na, ob das so stimmt. Ich kann mich jetzt gar nicht dran erinnern, wann ich das letzte Mal Meerwasser in die Nase bekam.
Die Tante Jensen (listig): Ebent.

Und es ist so einfach: Nase muss frei sein (so Spray ist auch super), Nase in Schälchen, Kopf weit nach vorne (sonst verschluckt man sich, und das ist dann echt fies), und tiiieeef einatmen.
Dann fließt da was raus und es wird tatsächlich sehr, sehr eklig.

Probiert es doch mal aus, und wer mag, kann mir ja ein Foto schicken, das stell ich dann ins Netz. Der Einsender mit dem grünsten Schleim gewinnt eine Kur in Bad Salzschlirf!

Dienstag, 29. August 2006

Es gibt zwei Sorten von Menschen auf der Welt (1)

Letzte Woche hatten wir ja Thomas "Tanze Samba mit mir" Kuhn und die Tatsache, dass man immer noch eine Zusatzannahme machen kann, damit das Weltbild trotzdem wieder stimmt. Dazu hat niemand Fragen gestellt, was folgende Ursachen haben kann:

1 Es weiß schon jeder.
2 Ihr traut Euch nicht.
3 Es interessiert keine Sau.
Ich hab mich für (1) entschieden. Deswegen Themenwechsel:

Es gibt zwei Sorten von Menschen auf der Welt:

Die einen sind ständig sauer auf andere und kommen gar nicht auf die Idee, sie selbst könnten an irgendwas Schuld sein.
Die anderen denken immer, die anderen sind sauer auf sie, und denken nie, die anderen könnten Schuld sein.
Fall (a) kennen wir alle aus der Nachbarschaft.
Das bringt uns zurück zu jenen Annahmen, die wir letzte Woche hatten:
Ganz viele Leute rufen zu meinem Geburtstag an? - Die sind nur höflich und wollen mich nicht spüren lassen, dass sie mich nicht leiden können.
Irgendwer lässt mir schöne Grüße ausrichten? - Das hast du dir nur ausgedacht, um mich aufzuheitern.
Zufälligerweise denken alle meine Freunde so. Aber wahrscheinlich sind sie genau deswegen meine Freunde. Aber beide Typen Mensch liegen meistens falsch. Das ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit.

Freitag, 25. August 2006

Über den Wolken (ai-ai-ai-a!)








Oh, sie haben jetzt irgendwo diese geheimnisvolle sagenumwobene "Dunkle Materie" gefunden. Naja, nicht wirklich gefunden, sondern indirekt nachgewiesen. Ich würde gerne festhalten, dass mir diese Dunkle Materie-Sache ein sehr guter Kandidat scheint für jene Art von Thomas Kuhnschen Zusatzannahmen die nötig sind, wenn die eigene Theorie komplett gegen die Wand fährt.

„Öh, Chef!“
„Ja?“
„Ich hab mal nachgerechnet, und eigentlich müsste sich mehr als drei mal so viel Masse im Universum befinden, als wir sehen.“
„Hoppla! Dann haben wir uns bestimmt nicht verrechnet, sonst wären ja Jahre der Forschung für die Katz. Sondern ... äh ... wart emol ... gleich hab ich’s, gleich hab ich’s ... ja! Da ist ganz viel unsichtbare Masse! Gut, oder?“
„Super! Ich schreib gleich den Förderungsantrag, dass wir die Masse suchen gehen dürfen.“
„Gut! Da haben wir’s ja wieder geschafft. Mahlzeit!“
„Mahlzeit!“

So läuft das nämlich. Aber nicht mit mir, meine Herren! Nicht mit mir!

Donnerstag, 24. August 2006

Einführung in die Logik

Vielleicht bin ich ja blöd, aber wieso ist es denn zum Aufbau eines Gottesstaates hilfreich, wenn man einen Regionalzug von Köln nach Hannover in die Luft sprengt? Steht das in irgendeinem Zusammenhang, den wir im Reliunterricht nicht durchgenommen haben?

Vermutlich sind auch hier die Wege des Herrn unerfindlich. Ich hab ja auch nie kapiert, wieso man sich an zwei Latten nageln lassen muss, um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können. Ich meine, wenn man allmächtig ist, muss man doch nicht erst drei Tage lang rumhängen und sich Zerrungen im Schultergelenk zuziehen! Er ja mit diesem ganzen Sündending von selbst angefangen.

Aber der Herr scheint es ja auch für eine gute Idee zu halten, Xavier Naidoo mit der Rettung von Mannheim-Käfertal zu beauftragen. Der hat doch nicht mehr alle Meisen unterm Pony!

Das aufmerksame Publikum: Ist es denn so eine tolle Idee, Iraker für die Segnungen der Demokratie zu begeistern, indem man einen Haufen von ihnen umbringt?
Die Tante Jensen: (gnödelgnödel) Auch wieder wahr. War ja aber auch nicht meine Idee.

Mittwoch, 23. August 2006

Destroy all Audoth

Godzilla macht sich in letzter Zeit häufig über Parkgaragen her und schleudert die Wagen mit einem lauten Ruf, der wie "Audoth, Audoth!" klingt, durch die Gegend. Er (oder sie) ist nur zu besänftigen, indem man ihm große Mengen von Butterkeksen verabreicht. Ein weiteres gutes Mittel gegen Godzillaangriffe sind kleingeschnittene Nutellabrote.
Ich wollte das auch schon dem UNGCM (United Nations Godzilla Countermeasures Center) melden, ich hab aber die E-Mailadresse nicht gefunden. Und Japanisch kann ich leider nicht.

Dienstag, 22. August 2006

English vor Show Offs

Aus nicht mehr aktuellem Anlass:

Es heißt nicht Christopher Stréet Day, sondern Chrístopher Street Day. Es ist nicht der Straßentag von Christopher (unser aller Kumpel), sondern der Tag der Christopherstraße. Wir von der In-Crowd sagen übrigens CSD, weil wir hoffen, das klinge cooler.

Ebenfalls initialbetont scheint mir auch Púlp Fiction korrekt zu sein, und nicht Pulp Fíction, die erläuternde Ergänzung des Basismorphems, auf welcher der Akzent liegt, steht ja auch im Englischen vorne dran, wenn Sie verstehen, was ich meine. Darüber hinaus macht es nichts, wenn Sie diesen albernen Film fürderhin einfach ein wenig seltener erwähnen, als es bisher getan wird.

Andererseits ist nicht Márs attacks, sondern Mars attácks korrekt. 3. Person Singular Präsens Aktiv Nominativ, und nicht Nominativ Plural.

Und es sind in-Líne-Skates, nicht ín-line-Skates, die sind ja schließlich in einer Linie, und nicht in der Innenlinie.